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Umweltminister zeichnet Unternehmen und Energieberater aus

klima:aktiv - energieeffiziente Betriebe

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27 Betriebe und 11 EnergieberaterInnen wurden am 30. November 2009 von Umweltminister Niki Berlakovich für ihre erfolgreichen Effizienzmaßnahmen prämiert. Die österreichische Energieagentur hatte zur Einreichung erfolgreicher Energiesparprojekte eingeladen.

"Mit klima:aktiv, der Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums, unterstütze ich Betriebe auf ihrem Weg zu mehr Energieeffizienz. Davon profitieren Umwelt und Wirtschaft. Aktiver Klimaschutz bietet viele Chancen: Treibhausgase werden reduziert, Green Jobs geschaffen und die Lebensqualität wird massiv erhöht", zeigte sich Umweltminister Berlakovich überzeugt.

Energiedetektiv DI Jürgen A. Weigl - Erfolgsbilanz

Die Franz Krainer Wurstwaren GmbH in Wagna stellt Fleisch und Wurstwaren für den in- und ausländischen Markt her. Damit verbunden ist ein relativ hoher Energieeinsatz. In mehreren Projekten gelang es dem Unternehmen gemeinsam mit dem Energiedetektiv DI Jürgen A. Weigl, den Brennstoffverbrauch drastisch zu verringern. Alleine die Einsparung beim Gasverbrauch entspricht dem Energieverbrauch von ca. 120 Einfamilienhäusern. Damit verbunden ist ein hoher Klimaeffekt, konnten dadurch doch die CO2-Emissionen um ca. 340.000 Kilogramm pro Jahr verringert werden.

Ein Projekt der Grazer Ingenieure für die Böhler Schmiedetechnik in Kapfenberg wurde ebenfalls durch den Umweltminister ausgezeichnet. Böhler Schmiedetechnik gehört mit einem jährlichen Energieverbrauch von 60 GWh zu den größeren Energiekonsumenten. Hier hatten die Energiedetektive hohes Potential bei der Druckluftversorgung gefunden. Druckluft ist die teuerste Energieform in Unternehmen und kostet etwa 20-mal soviel wie Strom. Undichtheiten im Druckluftnetz führen rasch zu hohem Energieverbrauch und hohen Kosten. Die Energiedetektive verwendeten spezielle Ultraschallsonden, um Lecks zu orten. In mehreren Hallen der Böhler Schmiedetechnik mit einer Gesamtfläche von 30.000 m² wurden durch DI Weigl und sein Team 195 Lecks geortet, gekennzeichnet und von der Instandhaltung beseitigt. Eine Maßnahme mit hohem Nutzen: wird so doch verhindert, dass Geld sich buchstäblich in Luft auflöst und dabei noch den Treibhauseffekt fördert.

Beide Beratungen wurden im Rahmen des Steirischen Regionalprogramms "Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit" gefördert. 

Grazer Energieagentur

Die Stadt Weiz, das Autohaus Josef Harb GmbH und die Pichler Werke Stromversorgungsges.m.b.H haben gemeinsam eine innovative Abwasserwärme-Nutzungsanlage bei der Kläranlage Weiz errichtet.

Die Machbarkeitsstudie der Grazer Energieagentur im Zuge einer WIN-Beratung zeigte, dass das Abwasser der Kläranlage in Weiz auch im Winter ständig eine Temperatur von mehr als 9 °C hat und somit im Winter ideal zum Heizen und im Sommer auch zum Kühlen verwendet werden kann. Gereinigtes Abwasser wird über Rohrleitungen zu den Gebäuden befördert. Dort wird mit einem eigens angefertigten Wärmetauscher und einer Wärmepumpe geheizt und gekühlt.

Mit der Abwasserwärme-Nutzungsanlage konnte

  • eine Heizleistung von gesamt 320 kW,
  • eine Senkung der Energie-Verbrauchskosten um ungefähr die Hälfte,
  • eine Amortisationszeit von nur 5 Jahre für ein Investment von ca. 195.000 Euro und
  • eine Reduktion der CO2-Emissionen um ca. 150 t pro Jahr

erreicht werden.

Die Anlage versorgt neben dem Bürohaus der Pichler Werke auch das nahe gelegene Autozentrum Harb mit umweltfreundlicher Energie. Dadurch werden pro Jahr ca. 150 Tonnen an CO2 eingespart.  Für dieses 2009 umgesetzte Projekt sind die Stadt Weiz, die beiden Betriebe und die Grazer Energieagentur vom Programm klima:aktiv energieeffiziente Betriebe in Wien ausgezeichnet worden