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Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit - Evaluierung 2018

Umweltwirkungen und andere Kennzahlen von 1. Juni 2003 bis 31. Dezember 2018

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Das von der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit (WIN) beauftragte "Externe Verknüpfung Institut für Industrielle Ökologie", mit Sitz in Niederösterreich, führt jedes Jahr begleitend eine Evaluierung der definierten Maßnahmen und der sich daraus ergebenden Wirkungen durch; die Ergebnisse werden einmal jährlich summiert und veröffentlicht. Die vorliegende Performance-Evaluierung basiert auf einem im Jänner 2019 erstellten Datenauszug aus der "Maßnahmendatenbank der Regionalen Programme in Österreich" und bezieht sich ausschließlich auf die vom Evaluationsteam akzeptierten 4.501 Maßnahmen.

Im Gesamtzeitraum haben sich insgesamt 2.660 Betriebe am WIN-Programm beteiligt, 5.477 Maßnahmen wurden bisher in der Datenbank der Regionalen Programme erfasst, davon wurden 720 Maßnahmen wieder storniert. Insgesamt ist der Umsetzungsgrad der nach einer Plausibilitätsprüfung akzeptierten Maßnahmen mit 61,7 % deutlich angestiegen.

Monetäre Einsparungen und Umweltwirkungen

Seit der letzten Evaluierung erhöhten sich die Gesamtinvestitionen der realisierten Maßnahmen von 81,9 Mio. Euro auf 89,98 Mio. Euro (+10 %). Die jährliche monetäre Einsparung durch umgesetzte Maßnahmen konnte von 7,0 Mio. Euro jährlich auf 8,1 Mio. Euro pro Jahr (+15,7 %) gesteigert werden. Bei Hinzunahme der geplanten Maßnahmen erreichen die Investitionen insgesamt ein Volumen von 234,6 Mio. Euro und die Einsparungen einen Wert von -24,4 Mio. Euro pro Jahr.

Die Umweltwirkungen sind vor allem durch Maßnahmen zur Verringerung des Stromeinsatzes, durch Maßnahmen zur Substitution von fossilen Energieträgern sowie die Einsparung von Roh-, Hilfs- und Abfallstoffen geprägt. Die größten monetären Einsparungen stammen aus dem Energiebereich, vor allem durch Reduktionen beim Einsatz von Strom und fossilen Energieträgern.

Tabelle: Übersicht über stoffliche und monetäre Einsparung nach Umsetzungsstatus (31.12.2018)

 Umweltkategorie

Einheit

geplant

realisiert

[Einheit]

[1000 €]

[Einheit]

[1000 €]

 Rohstoffe

[t/a]

   -157,92 

-121,04 

-851,26 

 -81,42 

 Hilfsstoffe

[t/a]

-443,74 

-32,66 

-135,65 

-121,79 

 Trinkwasser

[1.000 m3/a]

 -47,81 

-61,27 

-86,77 

-80,28 

 Brauchwasser

[1.000 m3/a]

-895,39 

     -88,26 

   -321,21 

-12,13 

 Gefährliche Abfälle

[t/a]

-21,33 

 -5,12 

-1.389,60 

 -271,08 

 Nicht gefährliche Abfälle

[t/a]

20.586,84 

-53,02 

   -3.257,15 

   -530,87 

 Abwasser

[1.000 m3/a]

      -19,94 

 -26,96 

   -145,01 

 -14,51 

 Strom

[GWh/a]

 -43,97 

 -4.859,85 

 -26,39 

-2.545,12 

 Strom aus erneuerbaren
 Energieträgern

[GWh/a]

 2,30 

  75,76 

5,35 

 192,77 

 Fossile Energieträger  

 [GWh/a] 

    -286,17 

   -11.567,19 

   -75,82 

-3.099,37 

 Fernwärme

[GWh/a]

 -6,28 

 -469,24 

 -5,57 

-394,46 

 Biomasse (*)

[GWh/a]

       86,88 

  1.577,56 

    7,33 

 241,12 

 Sonstige Energie

[GWh/a]

 -9,90 

 -382,65 

-9,08 

-620,19 

 CO2 gesamt

[t/a]

   -78.586,50 

 

-29.782,10 

 CO2 Energie

[t/a]

-78.283,90 

-28.867,70 

 CO2 Verkehr

[t/a]

-302,60 

-914,40 

 *) positiver Wert resultiert aus einem Mehraufwand (Biomasse) bei Energieträgertausch.

Maßnahmen zur Reduktion von Restmüll wurden von den Betrieben zu 99 % umgesetzt und ergaben eine Einsparung von 2.688 t/a. Ebenfalls sehr hohe Umsetzungsraten finden sich bei der jährlichen Reduktion der gefährlichen Abfälle (Umsetzungsgrad 98 %, Einsparung 1.389,6 t/a), von Abwasser (Umsetzungsgrad 87 %, Einsparung 145.000 m3) sowie bei Rohstoffen (Umsetzungsgrad 84,4 %, Einsparung 851,3 t/a). Diese Reduktion betrifft vor allem Stahl, Kupfer, Schwefelsäure, Papier und Chemikalien.

Der signifikant geringere Umsetzungsgrad beim Ersatz fossiler Energieträger weist deutlich auf externe marktbestimmende Faktoren (Unsicherheiten in den Rahmenbedingungen sowie mangelnde Wirtschaftlichkeit bei den aktuellen Energiepreisen) hin, die einem Umstieg entgegenstehen.

Weiters konnte eine Reduktion der NOx-Emission um -25,6 t/a und eine Reduktion der Staubemission um -5,8 t/a erreicht werden. Die NOx- und Staubemissionsreduktionen stammen vorwiegend aus Energieeinsparmaßnahmen, die 104 verkehrsbedingten Maßnahmen sind hinsichtlich dieser Veränderung eher von geringer Bedeutung.

Von den 4.501 nach Plausibilitätsprüfung akzeptierten Maßnahmen machen technische Maßnahmen 42 % und organisatorische Maßnahmen 28 % aus.

Die mittlere Amortisationszeit über alle Maßnahmenarten liegt aktuell bei 8,4 Jahren, 14 % der Maßnahmen amortisieren sich nach einem Jahr, 36 % in einem Zeitraum zwischen einem und fünf Jahren.

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