Energiesituation in der Steiermark - 2006
Nachhaltigkeit bedeutet für künftige Generationen Lebensqualität und Wohlstand zu sichern. Durch den steigenden Energieverbrauch unserer Gesellschaft und die damit einhergehenden Auswirkungen auf das Weltklima, hat die Thematik Nachhaltigkeit auch in den Bereich Energie Eingang gefunden.
Der Endverbrauch an Energie lag 2006 in der Steiermark bei 166,6 PJ; vergleicht man diese Zahlen mit dem Jahr 2000, waren es noch 155,2 PJ.
Die Abbildung zeigt den energetischen Endverbrauch nach Energieträgern, das ist jene Energiemenge, die dem Verbraucher für die Umsetzung in Nutzenergie zur Verfügung steht. Der Großteil der Energie wird aus fossilen Energieträgern wie Erdöl und Erdgas gewonnen. Fossile Energieträger weisen einen enormen Nachteil durch ihre Begrenztheit und ihre Klimarelevanz auf. Zudem besitzt die Steiermark keine nennenswerten Erdgas-, Öl- oder Kohlevorkommen und ist dahingehend zum Großteil von Auslandsimporten abhängig.
Die Steiermark weist im Vergleich zum Durchschnitt der Europäischen Union (6%) mit 12% bereits einen hohen Anteil an erneuerbaren Energieträgern wie Biomasse, Wasserkraft, Sonnenergie, Windenergie und Geothermie aus, wobei Wasserkraft der quantitativ bedeutendste erneuerbare Energieträger in der Steiermark ist. Durch die günstige geographische Lage und klimatischen Bedingungen kann sich die Steiermark in der glücklichen Lage schätzen über ein großes Potenzial an erneuerbaren Energieträgern zu verfügen, das bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist. Die elektrische Energie mit einem Anteil von 21% am energetischen Endverbrauch, zählt zur Sekundärenergie und wird in der Steiermark zum größten Teil aus Wasserkraft, sowie aus Kohle, Erdgas und Biomasse gewonnen. Solar- und Windenergie spielen mengenmäßig derzeit nur eine geringe Rolle.
Nachhaltigkeit im Bereich Energie bedeutet aber nicht nur Energieressourcen gezielt einzusetzen, sondern auch die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Betrachtet man die Importabhängigkeit von Energie in der Höhe von ca. 75% aus teilweise politisch unsicheren Ländern, verbunden mit der Ressourcenendlichkeit der fossilen Energieträger und deren Auswirkungen auf das Weltklima, so ist die Situation äußerst bedenklich. Lösungen finden sich hier vorwiegend im Bereich von dezentral verfügbaren erneuerbaren Energien und Energieeffizienzmaßnahmen.
Verantwortlich für die inhaltliche Aufbereitung des Themas "Energie":
Mag. Silvia Scholz
Regional Centre of Expertise on Education for Sustainable Development Graz-Styria,
Institut für Geographie und Raumforschung, Universität Graz
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Im Auftrag der FA19D Abfall- und Stoffflusswirtschaft





