Umweltbilanz der WIN von 2007 bis 2025
Umweltwirkungen und monetäre Kennzahlen
Die jährliche Performance-Evaluierung der Wirtschaftsinitiative Nachhaltige Steiermark wurde auch 2025 durch das
Institut für Industrielle Ökologie durchgeführt und basiert auf den in der "Maßnahmendatenbank der regionalen Programme Österreichs (MDB)" von den Berater:innen eingetragenen Maßnahmen.
Ausgelöste ökonomische Wirkungen 2004 - 2025:
- Die gesamte Anzahl der in der MDB erfassten Maßnahmen ist 2025 auf 7020 Maßnahmen angestiegen, knapp 60 % davon wurden bereits realisiert.
- Die für die Umsetzung kalkulierten Investitionskosten belaufen sich auf 377 Mio. Euro, 144 Mio. Euro wurden von den Betrieben bereits investiert.
- Diesen umgesetzten Maßnahmen stehen bereits realisierte Einsparungen von -14,2 Mio. Euro pro Jahr gegenüber. Weitere -25,8 Mio. Euro Einsparungen pro Jahr könnten durch die Umsetzung weiterer geplanter Maßnahmen erzielt werden.
Ausgelöste ökologische Wirkungen 2004 - 2025:
- Wesentliche Wirkungen wurden im Energiebereich durch die Einsparung von Netz-Strom sowie den Umstieg auf Ökostrom (zB durch die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen oder den Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien) ausgelöst. Dies führt zu einer bereits umgesetzten Energieeinsparung von rund 135 GWh pro Jahr, weitere fast 250 GWh Einsparung pro Jahr könnten durch bereits geplante Maßnahmen noch erzielt werden. Umgerechnet in CO2-Äquvalente bedeutet dies eine realisierte Reduktion von 43.103 Tonnen pro Jahr und ein Reduktionspotenzial von weiteren 91.200 Tonnen pro Jahr.
- Im Ressourcenbereich betreffen die Maßnahmen die Verringerung des Rohstoff- und Hilfsstoffeinsatzes durch deren effizientere Verwendung. Bei den Rohstoffen handelt es sich um Grundstoffe wie Stahl, Kupfer, Schwefelsäure, Papier und Chemikalien, aber auch Lebensmittel. Die Hilfsstoffe sind vor allem Reinigungsmittel, Schmiermittel und Verpackungsmaterial. In Summe konnte eine Reduktion von 2.870 Tonnen pro Jahr bereits umgesetzt werden. Weitere 923 Tonnen pro Jahr sind noch in Planung.
- Im Abfallbereich handelt es sich vorwiegend um geplante Maßnahmen zur Reduktion des Altstoffanfalls (Altpapier, Altmetalle und -kunststoffe) im Ausmaß von 20.670 Tonnen pro Jahr, etwa 4.800 Tonnen pro Jahr wurden bereits realisiert. Die Veränderungen beim Abfall (Restmüll) sind mit etwa 2.850 Tonnen pro Jahr deutlich niedriger, sie sind aber überwiegend realisiert. Die Reduktion von gefährlichem Abfall (Werkstättenabfälle, Altlacke, ölkontaminierte Metalle, Ölabscheiderinhalte) wurde bereits umgesetzt. Auffallend sind hohe Realisierungsgrade vor allem bei Restmüll und gefährlichen Abfällen, die durch Vermeidung und bessere Trennung scheinbar leichter möglich waren, als Veränderungen beim Altstoffanfall, die mit Prozessumstellungen verbunden sind und längere Vorlaufzeiten benötigen.
- Mit Maßnahmen des effizienten Wassereinsatzes konnten bereits über 600.000 m3 pro Jahr eingespart werden, weitere 970.000 m3 sind noch in Planung. Das entspricht insgesamt etwa dem Jahresverbrauch von 15.000 durchschnittlichen österreichischen Haushalten.
Aus den Erkenntnissen kann insgesamt gefolgert werden, dass das WIN-Programm dort wesentliche Motivation liefert, wo die ökonomische Amortisation nicht ausreichende Triebkraft bietet und es erfüllt damit die Funktion als Initiator für Umweltmaßnahmen.
Eine Zusammenfassung der bisher erzielten Umweltwirkungen mit Stand 31.01.2025 kann
hier nachgelesen werden.

